Meine falschen Überzeugungen über LCHF, die ich hatte (und warum sie nicht stimmten)
ŽIGAS BLOG
Meine falschen Überzeugungen über LCHF, die ich hatte (und warum sie nicht stimmten)
Als ich zum ersten Mal von der LCHF-Ernährung (Low Carb, High Fat) hörte, war meine erste Reaktion klassisch: „Das ist nichts für mich, schon gar nicht als Diabetiker.“ Es erschien mir gefährlich, extrem und vor allem — unverantwortlich.
Heute, mehrere Jahre später, habe ich den stabilsten Blutzucker, den ich je hatte, mehr Energie, weniger Stimmungsschwankungen und endlich das Gefühl, wieder Kontrolle über meinen Körper zu haben.
Bevor ich jedoch dorthin kam, musste ich zunächst einige tief verwurzelte Überzeugungen aufbrechen — die sich als falsch herausstellten. In diesem Blog teile ich sie; vielleicht hilft es auch anderen.
Überzeugung 1: „Fette sind gefährlich – besonders für Diabetiker“
Das habe ich mein ganzes Leben gehört. Butter? Nein. Sahne? Gift. Eier? Nur das Eiweiß. Jahrelang habe ich „diätetisch“ gegessen: ohne Fett, viel Obst und Vollkornprodukte. Und trotzdem hatte ich hohen Zucker, alle zwei Stunden Hunger und ein miserables Befinden.
Als ich auf LCHF umstieg, hatte ich zunächst Angst vor der Menge an Fett. Aber mein Körper fühlte sich zum ersten Mal seit Jahren satt, zufrieden und ruhig an. Blutzucker? Statt Wellen — eine gerade Linie.
Heute esse ich Butter, Nüsse, Avocado und Olivenöl — und mein Glukometer ist glücklich.
Überzeugung 2: „Ohne Brot und Nudeln geht es einfach nicht“
Diese war für mich fast emotional. Brot war mein Fundament. Als ich mir einen Tag ohne Brot vorstellte, dachte ich: „Was bleibt da überhaupt?“
Aber ich habe es ausprobiert. Ich ersetzte Brot durch Eier, Gemüse, Käse, Nüsse, Steaks, Suppen und Salate. Und das, was mich überraschte: Ich habe nichts vermisst. Nicht einmal in der ersten Woche. Kein Hunger, keine Blutzuckertiefs, kein Verlangen.
Jetzt weiß ich: Brot war eine Gewohnheit. Keine Notwendigkeit.
Überzeugung 3: „LCHF ist eine extreme Diät“
Es stimmt — LCHF ist keine Ernährung, die einem an jeder Ecke empfohlen wird. Aber als ich mich vertiefte, stellte ich fest, dass sie eine medizinische Grundlage, Unterstützung durch Studien und eine Logik hat, die Diabetikern zugutekommt: weniger Kohlenhydrate = weniger Glukoseschwankungen.
Was ist natürlicher für einen Diabetiker als das?
LCHF ist nicht extrem. Es ist die Rückkehr zur Stabilität.
Überzeugung 4: „Das ist nur ein weiterer Modetrend“
Als ich anfing, dachte ich, dass dies ein weiteres „Experiment“ wäre, das ich nach zwei Wochen abbrechen würde.
Aber dem war nicht so. LCHF wurde nicht zur „Diät“. Es wurde eine neue Denkweise über Ernährung. Essen kontrolliert mich nicht mehr. Ich denke nicht alle drei Stunden darüber nach, was ich essen soll. Ich brauche nicht mehr „nur etwas Kleines“.
Ich habe erkannt, dass es kein Trend ist. Es ist eine Strategie.
Heute…
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Ich habe stabilen Blutzucker (mit viel weniger Insulin)
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Ich esse 2–3 Mahlzeiten pro Tag ohne Hunger
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Ich habe keine Nachmittagsmüdigkeit mehr
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Und zum ersten Mal seit langem vertraue ich meinem Körper
Wenn du auch eine Person mit Diabetes bist, die zweifelt…
…sage ich dir nur: Erlaube dir, es auszuprobieren. LCHF bedeutet nicht, dass du nie wieder Kuchen oder Brot essen wirst. Aber es bedeutet, dass du entscheidest, wann du sie isst — und nicht dein Verlangen nach Zucker.
Über den Autor:
Žiga Papež ist ein Ultra-Ausdauersportler und Typ-1-Diabetiker. Er ist der Gründer der größten Diabetes-Plattform in Slowenien: Sladek Lajf – über diese Plattform macht er auf Diabetes, gesunde Ernährung und einen hochwertigen Lebensstil aufmerksam. Gleichzeitig setzt er sich aktiv gegen übermäßigen Zuckerkonsum und Fettleibigkeit ein.
Durch Bildungsinhalte und persönliche Erfahrungen hilft er Menschen zu verstehen, wie Nahrung den Körper beeinflusst, wie man den Blutzucker reguliert und wie man mit dem richtigen Ansatz das allgemeine Wohlbefinden und die körperliche Fitness verbessert. Sein Ziel ist zu zeigen, dass man mit Wissen und klugen Entscheidungen Einschränkungen überwinden und ein gesundes, aktives und qualitativ hochwertiges Leben führen kann.








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